2000 Jahre Artistik in China

Von der Palastunterhaltung zur Volkskunst - Vielfalt und Faszination

"Zaji" die "vermischte Künste" des größten Reiches der Welt, können bereits auf eine über 2000järige Geschichte zurückblicken.Von seinen Ursprüngen an steht Zaji für die bereits im Wort ausgedrückte Mannigfaltigkeit von Darbietungen der Kunstfertigkeit des Körpers und des Geistes. Akrobatik und Zauberei, Tanz und Musik wurden zum Gegenstand der Unterhaltung von Kaiser, Hofstaat und Volk.

Acht Grundformen

Jagd und Krieg, Legenden und religiöse Mythen bildeten den geistigen und artistischen Ursprung der circensischen Kunstfertigkeiten. Innerhalb der 2000järigen Geschichte entwickelte sich diese Kunst durch Einbindung ausländischer Einflüsse und Vervielfachung der in den einzelnen Nummern enthaltenen Details zu immer höherer Perfektion. Die Grundlagen der Zirkuskunst bilden die in der Han-Dynastie enstandenen acht Grundformen chinesischer Akrobatikkunst: Gewichtheben und todesmutige Nummern, zu denen Stangen- und Hochseilkunststücke zählen, die Stützenmanipulation, zu denen Jonglieren und Tellerwirbeln gehören, das Chi Kung - die "innere Kraft", durch die Artisten immun gegen Dolchklingen werden, Kautschukarbeit, Handstände und Salti, Zauberei und das Chiao Ti das Ringen und die Simulation von Tierbewegungen in Schaukämpfen und Tänzen.

Kaiserliche Unterhaltung

Wenn gleich schon vor dem Jahr 200 v. Chr. die Existenz akrobatischer Künste angenommen werden kann, sehen die Geschichtsschreiber die Blütezeit der chinesischen Akrobatik in der Epoche der Han - Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) Begüßte Kaiser Wu bereits damals seine ausländischen Gäste mit erlesenen akrobatischen Vorführungen, führte Yang, Kaiser der 700 Jahre späteren Sui-Dynastie, diese Künste zur Vollendung.

In diese Zeit fielen die großen Akrobatenspektakel mit 18.000 Artisten zu Ehren eines türkischen Würdenträgers oder die jährliche veranstalteten Feste der sogennanten "Hundert Künste" mit über 30.000 Artisten. Die opulenteste Celebration von Macht und Kultur inszenierte jedoch Hsuan Tsung, der sich nicht nur privat gerne mit Artsisten umgab sondern diese Form der Kunst am Kaiserhof popularisierte, sie überarbeitete und sogar höchstpersönlich Aufführungen leitete. Seiner Liebe zur akrobatischen Kunst ist die Gründung des "Birnengartens", der ersten chinesischen Akademie der Darstellenden Künste, zu verdanken. Hsuan Tsung ließ in tage- und nächtelangen Aufführungen an seinem Hof präsentieren. Seine spezielle Vorliebe galt den todesmutigen Darbietungen des Stangenaktes und des Hochseiltanzes. Die Akrobaten agierten dabei elfengleich in schwindelerregenden Höhen wie "Wolken im Wind" schwebten sie an Stangen, wie "Phönixe, die an einem Baum schlafen".

Durch Aufstände und Unruhen ging die glanzvolle Epoche chinesischer Akrobatik bald zu Ende und erlebte erst wieder in der Zeit der Sung - Dynastie (960-1279 n. Chr.) einen weiteren Höhepunkt. Belagert von Nomadenvölker aus dem Norden konzentrierten sich Kunst und Wirtschaft Auf das chinesische Innenland. Von der Außenwelt isoliert blühten Gewerbe und Handel. Mit dem wachsenden Wohlstand stieg die Anspruch auf kulturelle Unterhaltung, die neubelebten Aufführungen der "Hundert Künste" Fanden ein begeistertes Publikum vor. Gegenstände des täglichen Leben wurden in Jongliernummern integriert, Stimmimitatoren, Gewicht Stemmer, Bambus Equilibristen und Wasser Akrobaten erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit wie Ringer, Tänzer, Seiltänzer oder Menschenpyramidebauer. Die Chinesische Oper und die Religiösen Prozessionen, Volkstänze und Kampfsportarten wie Kung Fu, Aber auch das Chinesische Puppentheater haben in diesem immensen künstlerischen Fundus ihre Wurzeln.

Die Kunst dem Volke

In der Zeit darauf folgenden Ming - und Qing-Dynastien verlagerte sich das akrobatisches Treiben auf Jahrmärkte und Volksfeste, Höhepunkten große Straßenumzüge. Drachentänze und Sturzbandkünste, Vasen- und Federball Junglagen als auch das Tellerkreisen waren neue Elemente der Akrobatik. Mit nicht nachlassender Intensität blühte und gedieh die volkstümliche Akrobatik. Zahlreiche Innovationen bereicherten die Programme der Akrobaten. So wuchs die Bedeutung der neu eingerichteten "Lichtregie", bei der mit spiegeln die Lichtverhältnisse verbessert und die Atmosphäre der Veranstaltungen dramatisiert wurde.Der vor mehr als 2000 Jahren angelegte Grundstock dieser hohen Künste ist bis heute lebendiger Bestandteil der chinesische Kultur und Unterhaltungskunst. Basierend auf alten Wurzeln und neuen Techniken erlebt der Chinesische Akrobatik weltweit einen weiteren Höhepunkt und setzt immer wieder neue Maßstäbe für das Staunen.Der Chinesische Staatscircus strebt nach dem Ziel, die Menschen deren exotische Träume zu beleben und zu erfreuen und findet weltweite Anerkennung und Bewunderung.